[Blogroman] Das Siegel #4.

book_blurry_wmNach der Arbeitslosigkeit ist vor der Arbeitslosigkeit, dachte Eva, als sie sich erschöpft auf den Sitz in der S-Bahn fallen ließ. Es waren gerade einmal eineinhalb Wochen vergangen, die sie an ihrem neuen Arbeitsplatz verbracht hatte, aber schon jetzt hatte sie keine Lust mehr darauf. Nicht nur, dass sie Deispara all diese Zeit nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen hatte, wurde sie zusätzlich wie eine Praktikantin behandelt — selbst von der eigentlichen Praktikantin. Das einzige, was sie bisher machen durfte, war, Kaffee zu kochen, Botengänge zu erledigen und Kopieren sowie Ablage von Papieren. Der Job war zwar von Anfang an nur für die Zwischenzeit gedacht, damit wenigstens etwas Geld in die leere Singlehaushaltskasse käme, dennoch fühlte es sich jeden Tag aufs Neue falsch an, wenn ihr eine Neunzehnjährige in einem befehlerischen Ton mitteilte, sie müsse schon wieder zum Gebäude A oder Kunden B fahren, um Papiere C abzuholen oder abzugeben.

Eva lehnte den Kopf an die schmierige Fensterscheibe und schloss die Augen. Wozu hatte sie überhaupt studiert und so viele Sprachen gelernt, wenn sie sich nun von einem Kind herumschubsen lassen musste, dessen Sprachwortschatz sich auf Alta, Digga und Mussudochwissn beschränkte. Die wurde doch sicherlich nur wegen ihrer Riesenmöpse eingestellt, dachte sie mürrisch. Generell schienen dort überwiegend Frauen zu arbeiten. Junge Frauen. Solche, die genauso gut in einem Victoria‘s Secret Prospekt hätten abgebildet sein können. Und dazwischen war Eva. Und Mona, die Sekretärin. Sie war die einzige, die nicht kiloweise Make up im Gesicht und auch keine hautengen Gucci-Anzüge trug. Durchaus sah sie sehr ansehnlich aus, aber eben nicht billig-willig oder unter 30. Mona war die einzige Frau im Büro, die weitaus älter war als Eva und mit der sie sich auf Anhieb gut verstand. Oder wenigstens Worte wechselte, die aus mehr als drei Silben bestanden.

Ihr Handy vibrierte in ihrer Tasche und sie holte es heraus. Mit nur einem Auge blickte sie auf die Anrufinfo und war mit einem Mal wieder hellwach. Diesen Namen hatte sie seit Wochen nicht gehört oder gelesen. Nur in ihren Gedanken sprach sie ihn manchmal aus, um sich kurz darauf wieder selbst zu ermahnen, es nie wieder zu tun. Sie wischte mit dem Daumen über die glatte Oberfläche des Smartphones und hielt es sich ans Ohr.

„Maik?“ In ihrer Stimme spiegelte sich keine der Emotionen wieder, die gerade mit 180 Sachen durch ihren Körper fuhren, außer vielleicht Überraschung.

„Hey“, erklang es am anderen Ende. Er zog das Wort unnötig in die Länge und gab schon mit der Begrüßung zu verstehen, dass er getrunken hatte. Zu viel, wie es schien. „Wie geht es meinem Mädchen?“

„Ähm, gut. Danke der Nachfra…“

„Weißt du noch, wie wir das lange Wochenende in Berlin verbracht haben?“, unterbrach er sie und begann damit, die Ereignisse vor zwei Jahren zu erzählen, obwohl Eva sie noch sehr gut in Erinnerung hatte.

Es war ein Oktoberwochenende und sie waren mit vier weiteren Freunden hingefahren. Der Sinn des Ausflugs war es, nur zu feiern und von Club zu Club zu ziehen. Ohne Schlaf. Ohne Sorgen.

„Maik, rufst du mich an, um mir von Berlin zu erzählen?“, unterbrach Eva nun seinen Redeschwall.

Die Bahn hielt am Hauptbahnhof und immer mehr Menschen zwängten sich hinein, sodass die Umgebung umso lauter wurde und immer mehr Ohren mithörten. Automatisch drückte Eva das Handy fester ans Ohr und sprach gleichzeitig leiser. Am anderen Ende wurde es plötzlich still. Nur sein Atmen drang noch leise zitternd zu ihr durch.

„Ich bin kaputt, Eva“, flüsterte er schließlich. Maik war noch nie in der Lage gewesen, das auszudrücken, was in ihm vorging, doch der Alkohol lockerte ihn meist auf, wenn er genügend trank. „Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.“

Lag nicht der Sinn einer Trennung darin, dass man nicht länger das Problem des anderen war? Wenn man selbst so viel Last auf den eigenen Schultern mit sich herum trug, warum sollte man sich dann noch einer Person annehmen, die einen sowieso in den Wind geschossen hat? Diese und weitere Gedanken schossen Eva durch den Kopf, während sie überlegte, wie sie reagieren sollte. Niemand hatte gesagt, dass es einfach werden würde, allerdings hatte Maik auch andere Freunde, die er mit solchen Dingen belasten konnte. Warum rief er ausgerechnet Eva an?

„Du hast immer zu mir gesagt, dass das Leben kein Ponyhof ist“, begann sie, als sie sich endlich aus der Bahn geschlängelt und etlich Ellenbogenschläge verteilt hatte. „Weil ich eine Phobie vor Pferden habe, fand ich den Spruch schon immer beschissen, aber er hat mir wenigstens etwas Realität in die Adern gepumpt. Nichts ist im Leben so, wie man es sich wünscht oder vorstellt, und man kann nicht den ganzen Tag nur das tun, was man will. Früher oder später holen einen das Leben und die Verpflichtungen ein und man muss damit klarkommen oder sich darunter begraben lassen.“

Wieder war Stille im Hörer, als Eva sie Haltestelle verließ und auf die Straße trat. Ihre eigenen Worte hallten noch immer in ihrem Kopf wieder. Sie hatte ihn mäßigen wollen, dabei hatte sie soeben sich selbst kritisiert. Zwar hatte sie einen Abschluss von der Uni und besaß mehrere andere Qualifikationen, doch hatte ihr niemand versprochen, dass sie damit ein Heidengeld machen könnte oder den Job bekäme, den sie sich erträumt hatte. Klasse, jetzt konnte sie sich nicht einmal mehr beschweren, weil sie sich selbst nicht widersprechen konnte.

Die kühle Abendluft tat ihrer erhitzten Haut unglaublich gut. Sie atmete tief ein und hielt für einen Augenblick inne, um zu hören, ob Maik noch immer dran war. Während sie langsam den Heimweg antrat, sprach er wieder, so leise, dass ihre High Heels ihn fast übertönten.

„Ja, du hast recht. Ich habe Scheiße gebaut und nun muss ich es selbst auslöffeln.“

Eva verzog bei der Metapher das Gesicht.

„Und ich kann dir leider dabei nicht helfen“, schloss sie. „Ich wünsche dir dennoch alles Gute.“

„Eva?“ Er klang plötzlich sicherer.

„Ja?“

„Du sollst wissen, dass ich dich immer noch li…“

Sie legte auf, im Wissen, dass sie nie wieder mit ihm sprechen würde. Das Pony namens Maik würde von nun an auf einer anderen Wiese grasen.

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Die nächste Folge von Das Siegel kommt nächsten Donnerstag um 19.00 Uhr (vielleicht auch ein bisschen verspätet, ich bin da nicht so genau :D ).

Wer die letzte Folge verpasst hat, kann sie hier nachlesen oder ganz von vorn anfangen. :)

Eure nogusvelo

Vegan Taste Week.

Am 01.11. ist der Weltvegantag und passend dazu startet ein neues Projekt, das alle dazu einladen und/oder motivieren soll, eine Woche lang vegan zu leben. Gedacht ist das Ganze für jeden, der vegan nur mal ausprobieren oder vielleicht seine Kenntnisse vertiefen möchte. Aber natürlich wird man nicht einfach so ins kalte Wasser geworfen, sondern bekommt Unterstützung in Form einer Internetseite, die Tipps, Informationen, Rezepte und vieles mehr zur Verfügung stellt.

Ihr könnt euch jetzt schon dafür auf http://vegan-taste-week.de/ anmelden und erhaltet ab dem 01.11. einen Newsletter, könnt euch Videos zum Thema ansehen und schauen, wie es sich eine Woche lang in den (Achtung Flachwitz!) veganen Gesundheitsschuhen läuft. ;)

Ich habe mich auch mal angemeldet, weil ich das Projekt eine tolle Idee finde und euch hier gerne auf dem Laufenden halten möchte. Selbstverständlich motiviere ich euch auch, einfach mal reinzuschauen, denn es lohnt sich, über den (buchstäblichen) Tellerrand zu schauen.

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Bis dahin: Go vegan (for at least one week)!

Eure nogusvelo

[Blogroman] Das Siegel #3.

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Angenommen, das Leben reicht dir den kleinen Finger und du greifst nach der ganzen Hand. Wie lange wird das gut gehen? Wie lange wird es dauern, bis es keine Lust mehr hat, dich an der Hand zu führen, und dich schließlich dir selbst überlässt? Und wie ist der beste Weg damit umzugehen?

Eva saß in dem hellen geräumigen Warteraum und kaute nervös auf ihrem Kaugummi. Zwar sah das weder attraktiv noch appetitlich aus, doch lohnte sich kein Anliegen der Welt, rückfällig zu werden und wieder Fingernägel zu kauen. Es hatte sie Jahre gekostet, von dieser Angewohnheit wegzukommen. Sie hatte die ganze Nacht nicht schlafen können, in dem Wissen, dass sie ihren eventuell neuen Chef in einer sehr sensiblen Situation kennengelernt und auch noch beleidigt hatte. Konnte es einen noch schlechteren Start geben?

In dem Raum hingen Bilder an den Wänden, die zum Versinken einluden. Bunte Lichtspuren brachten Leben in alte Gebäude und erzählten eine Geschichte, die noch nie jemand gehört hatte. Eva betrachtete die Bilder, in der Hoffnung, etwas Ruhe darin zu finden, doch zwecklos. Die Uhr an der gegenüberliegenden Wand tickte unglaublich langsam und unglaublich laut. Jede Sekunde schien eine Ewigkeit zu dauern und stellte Evas Nerven auf die Probe. Hatte sie auch das richtige Outfit an? Lagen ihre Haare gut? Hatte sie den Lebenslauf samt Bewerbung eingesteckt? Sie fühlte in ihre Tasche, ohne hineinzusehen, und spürte die Mappe an ihrer eiskalten Hand.

Das war ihr erstes Vorstellungsgespräch seit Jahren und sie wusste nicht, wie sie sich benehmen sollte. Würde sie über den gestrigen Vorfall lachen und anschließend um Entschuldigung bitten? Sollte sie das überhaupt ansprechen? Ihr Herz blieb für einen kurzen Moment stehen, als ihr ein weiterer Gedanke in den Sinn kam. Was wäre, wenn er es gestern gar nicht gewesen ist? Vielleicht hatte dieser Mann nur ihr Gespräch in der Bar belauscht und machte sich einen Scherz daraus, den Immobilienhai zu spielen. Wahrscheinlich hatte sie hier gar keinen Termin und würde gleich in das Büro gehen, um dort einen vollkommen anderen Mann vorzufinden und bis auf die Knochen zu blamieren. Die Sekretärin hatte sie zwar freundlich hingewiesen zu warten, doch sie hatte mit keinem Wort bestätigt, dass es einen vereinbarten Termin gab.

Eva schluckte laut und es schmerzte, weil ihre Kehle vor Nervosität trocken war. Warum hatte sie nicht gestern daran gedacht, sich zu erkundigen, wie Cristian A. Deispara überhaupt aussah? Wahrscheinlich hätte sich ihr genauso gut ein Penner als jener Immobilienverwalter ausgeben können und sie hätte es in dem Moment geglaubt. Schon früher war sie viel zu gutgläubig gewesen und fiel mit dieser Einstellung viel zu oft auf die Nase. In den letzten Jahren hatte sie aber gelernt, damit umzugehen und nicht immer das Beste in den Menschen zu sehen. Doch gestern hatte die Pechsträhne sie aus der Bahn geworfen und sie war wieder rückfällig geworden. Natürlich konnte es auch daran liegen, dass der Mann, der ihr so freundlich Karte und Taschentuch gereicht hatte, auf Evas Attraktivitätsskala eine glatte Neun war, sodass sie alle Zweifel über Bord warf und sich letztlich mehr Gedanken um ihr Äußeres machte, als darum, dass sie absolut nichts über Immobilienverwaltung oder -verkauf wusste.

Sie sah sich im Raum um und entdeckte eine ältere Frau, die ein Magazin nach dem anderen durchblätterte. Sie schien gelangweilt und wirkte nicht, als würde sie hier nach einem Job suchen. So sahen hier also die Kunden aus — wohlhabend, gelangweilt vom Leben und genervt, wenn sie warten mussten. Doch das war Eva egal. Sie wollte nur sichergehen, dass sie ungesehen verschwinden konnte. Diese Blamage wollte sie sich nicht antun. Sie würde sich schon einen anderen Job angeln können. Irgendwelchen. Irgendwann.

„Frau Rai“, erklang es von der Tür her und Eva sprang auf, als wäre sie gestochen worden.

„Ja! Was? Ich meine, das bin ich. Ich bin Eva Rai“, stammelte sie und merkte, wie ihr Kopf immer heißer wurde. Verdammt, hätte sie sich nicht etwas beeilen und einfach abhauen können?

Die Sekretärin lächelte.

„Herr Deispara hat nun Zeit für Sie.“

Eva schluckte den Kaugummi runter und dackelte der Frau hinterher. Egal, was nun auf sie zukam und wer dieser Deispara sein mochte, sie würde improvisieren müssen. Die schlimmsten Szenarien und Möglichkeiten spielten sich in ihrem Kopf ab, als sie das Büro betrat und die Tür hinter ihr geschlossen wurde. Das Geräusch weckte sie aus ihrer Trance und sie blieb starr vor einer männlichen Brust in Hemd, Jackett und Krawatte stehen.

„Ich bin froh, dass Sie es einrichten konnten“, erklang die bekannte Stimme und ließ Eva schließlich in sein Gesicht hochblicken. Für den Bruchteil einer Sekunde spürte sie Erleichterung, bis diese von einem neuen Schwall Panik überrollt wurde. Es war tatsächlich der Mann vom vorherigen Abend, doch nun war das eingetreten, womit sie nicht umzugehen wusste. Sie hatte seine Karte geküsst und ihn kurz daraufhin beleidigt. Er hatte sie an ihrem psychischen Tiefpunkt angetroffen und danach gelacht. Was zur Hölle machte sie überhaupt hier?

Er hob die Augenbrauen, als würde er auf etwas warten und langsam ungeduldig werden. Eva runzelte die Stirn und begriff nur langsam, dass er sie soeben begrüßt hatte.

„Die Hand!“, rief sie plötzlich ihren Gedanken aus und griff seine ausgestreckte Hand. „Entschuldigung! Vielen Dank! Ich bin so aufgeregt“, stammelte sie und schüttelte unentwegt seine Hand, die ihren Druck nicht länger erwiderte. Er hatte losgelassen; sie nicht.

„Kein Grund zur Nervosität.“ Er griff ihre Hand nun mit seinen beiden und stoppte die Bewegung. „Setzen Sie sich doch erst einmal.“ Er führte sie zu einem Sessel und drückte sie darauf runter, ehe er sich schräg gegenüber von ihr setzte. Erst in dem Moment merkte Eva, dass kein Schreibtisch zwischen ihnen stand, wie sie es zunächst erwartet hatte. Sie saßen in einer kleinen gemütlichen Sitzecke des Büros, die aus drei roten Sesseln und einem gleichfarbigen Zweisitzer bestand.

„Möchten Sie etwas trinken?“, riss er sie aus ihren Gedanken.

„Wie bitte?“, krächzte sie und brachte ihn wieder zum Lachen. Ohne ein weiteres Wort schenkte er Wasser ein und schob das Glas über einen kleinen Tisch in ihre Richtung.

„Sind Sie gestern gut nach Hause gekommen?“, fragte er, während Eva das Glas in einem Zug leerte.

„Das bin ich.“ Sie räusperte sich. „Und ich möchte Sie um Entschuldigung bitten“, begann sie sofort, doch er brachte sie mit einer Handbewegung zum Schweigen. Es war erstaunlich, wie viel Respekt er ihr durch seine alleinige Anwesenheit einflößen konnte. Respekt und… Sie konnte nicht zuordnen, was es noch war, aber es trieb ihr erneut Hitze ins Gesicht, als sich ihre Blicke in der scheinbar ewigen Stille trafen.

„Das ist in Ordnung, Frau Rai. Sie hatten einen schlechten Tag. Was glauben sie, warum ich an einem Montagabend in einer Bar war?“ Er lachte.

„Kundentermin?“, fragte Eva skeptisch und vertrieb das Gelächter aus seinen Augen.

„Sie lassen sich aber auch nicht aufmuntern, was?“ Er richtete sein Jackett und lehnte sich im Sessel zurück. „Na gut. Dann lassen Sie uns mal zum eigentlichen Anliegen zurückkommen. Sie möchten sich schließlich bei uns bewerben, wenn ich das richtig verstanden habe?“

„Genau“, antwortete Eva fast zu schnell. Sie holte ihre Mappe heraus und reichte sie Deispara. „Das wäre zwar meine erste Stelle in einem Immobilienverwaltungsbüro, aber ich bin lernfähig und werde mein Bestes tun, mich schnell auf die neue Arbeitssituation einzustellen. Auch kann ich sehr gut mit Kunden umgehen, da ich bei meinem letzten Arbeitgeber im Ein- sowie im Verkauf gearbeitet habe. Stressige Situationen sind für mich kein Thema, genauso steht es um Überstunden“, ratterte sie ihren Text durcheinander ab. Wieder wurde sie von Deisparas Hand zum Schweigen gebracht.

„Das hier ist scheinbar Ihre erste Stelle nach Ihrer ersten Stelle“, murmelte er, während er ihre Papiere studierte.

„Wie bitte?“ Plötzlich fühlte Eva sich unsicher, weil sie ihren Text nicht beenden konnte. Dabei hatte sie noch gar nicht erwähnt, wie viele Sprachen sie fließend sprechen konnte. Und das Latinum erst!

Den Fuß über ein Knie gelegt, betrachtete er sie mit einer gehobenen Augenbraue.

„Sie haben bisher nur bei einem einzigen Unternehmen gearbeitet und das für fünf Jahre. Was ist passiert, dass Sie Ihre Stelle verloren haben?“

Eva strich sich eine blonde Strähne aus der Stirn und erwiderte seinen Blick.

„Ich wollte mein Leben in Deutschland nicht aufgeben und nach China ziehen.“

„Also sind Sie nicht bereit, größere Opfer für Ihren Arbeitsplatz zu machen?“

„Ich war damals in einer Beziehung und es ließ sich nicht vermeiden, dass mein ehemaliger Partner und mein Freundeskreis Druck ausgeübt haben. Damit war es mir nicht möglich, mich rechtzeitig zu entscheiden, also ließ ich die Frist verstreichen“, antwortete sie wahrheitsgemäß.

„Lassen Sie sich in allen Lebenslagen von Ihrer sozialen Umwelt beeinflussen?“ Die zweite Augenbraue schnellte nach oben und verlieh Deispara einen skeptischen Blick.

„Fragen Sie nicht Familie und Freunde um Rat, wenn es um eine lebensverändernde Entscheidung geht?“, antwortete Eva mit einer Gegenfrage. „Vielleicht hätte es mir einen großen Vorteil für meine berufliche Zukunft verschafft, aber Arbeit ist für mich eben nur das — Arbeit. Sie bestimmt nicht mein gesamtes persönliches Leben und ich richte nicht meine sozialen Bedürfnisse nach ihr aus. Sobald ich das Büro verlasse, ist auch mein Soll für den Tag abgeschlossen.“

„Also hängen Sie nicht allzu sehr an einem Arbeitsplatz?“

Der Ton in seiner Stimme ließ Eva innehalten. Eigentlich war es ihr Plan gewesen, Deispara davon zu überzeugen, dass nur sie allein für diese Stelle geeignet sei, weil sie nichts anderes im Leben in den Vordergrund stellte außer ihre Arbeit. Doch irgendwo zwischen „Hallo“ und „China“ hatte sie verdrängt, dass das hier ein Vorstellungsgespräch war und kein Date. Irgendetwas aber war an Deispara, das sie dazu brachte, sich im Gespräch wohler zu fühlen, als sie sollte. Also plauderte sie aus dem Nähkästchen. Fast.

Ihre Pause dauerte anscheinend zu lange, also sprach Deispara einfach weiter.

„Das frage ich nicht, weil Sie mir erscheinen, als würden Sie Verantwortung gerne abgeben, sondern weil ich mich frage, was Sie über mein Unternehmen gehört haben.“

Eva runzelte die Stirn. Sie hatte absolut keine Ahnung, worauf er hinauswollte. Ebenso hatte sie buchstäblich nichts davon gehört. Oder gelesen. Und hatte er sie gerade als rückgratlos bezeichnet?

„Nur Gutes?“ Ihre Stimme stieg zum Ende des Wortes in die Höhe und brachte ihn zum Lachen.

Er lehnte sich mit den Ellenbogen auf die Knie, was ihm einen angespannten Ausdruck verlieh.

„Keine Gerüchte? Nicht einmal von Sophie?“

Sophie? Warum nannte er Evas Freundin beim Vornamen? Sie hatte ihr nichts davon erzählt, dass sie sich besser kannten als nur von einem kurzen Meeting.

„Ähm. Nein?“ Wieder log Eva, aber auf Sophies Worte konnte man sich auch nie zu 100 Prozent verlassen. Wenn sie sagte, dass gefühlt täglich jemand entlassen wurde, hieß das lediglich, dass sie von einer Entlassung gehört hatte und sich selbst ein Bild malte, das sie apokalyptisch verschönerte.

Deisparas Miene wurde weicher und er richtete sich mit einem Lächeln auf.

„In Ordnung. Ihren Unterlagen zufolge sind Sie größtenteils für die ausgeschriebene Stelle geeignet und ich würde gerne einen Probelauf starten, wenn Sie nichts dagegen haben.“

Eva sprang vor Aufregung auf und brach über die Zusage in Danksagungen aus. Sie griff unaufgefordert seine Hand, um sie ununterbrochen zu schütteln. Sogar ein klitzekleines Tränchen hatte sich in ihren Augenwinkel verirrt, während sie dem Drang widerstand, Deispara um den Hals zu fallen. So dankbar und froh sie aber über die Tatsache war, endlich eine Arbeit gefunden zu haben, so hatte ihr neuer Arbeitgeber noch immer nicht aufgeklärt, um welche Gerüchte es sich handelte und was Sophie damit zu tun hatte. Weshalb war es ihm so wichtig zu wissen, ob sie über oder andere Informationen vor dem Gespräch kannte? Eva hatte sich von vorn herein darauf eingestellt, dass sie diese Stelle nur zeitweise besetzen würde, doch worauf sie sich tatsächlich eingelassen hatte, würde sie erst später erfahren.

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Die nächste Folge von Das Siegel kommt am Donnerstag um 19.00 Uhr.

Wer die erste Folge verpasst hat, kann sie hier nachlesen. Oder aber die zweite. ;)

Eure nogusvelo

[Blogroman] Das Siegel #2.

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Das Leben war unfair. Aber solange man es sich am Abend mit einem Bier gemütlich machen konnte, war wenigstens eine der Schicksalsgöttinnen auf Evas Seite. Sie beobachtete, wie ihre Freundin am riesigen MaiTai nippte und zur Musik der Bar schaukelte. Nach all den Enttäuschungen, die sie in den letzten Stunden über sich ergehen lassen musste, war es für Sophie ein Leichtes, Eva zum Trinken zu überreden. Wie hatte sie den Tag bis zu diesem Punkt überhaupt ohne Schaden überstehen können? Sie griff nach der Bierflasche und ihr Blick fiel auf die eigene verbundene Hand. Na ja, wenigstens ohne große Schäden.

„Du solltest den Typen aufspüren und überfahren.“

Eva rollte mit den Augen und ignorierte Sophies Kommentar. Sie musste sich schon den ganzen Abend Ratschläge anhören, die mit der späten Stunde immer besser wurden.

„Das ist dein letzter Cocktail für heute“, kommentierte sie stattdessen. „Fährst du nicht morgen zur Klassenfahrt?“

Sophie pustete Luft durch den Trinkhalm ins Glas, bis die orange Flüssigkeit Blasen schlug, und sah Eva gelangweilt an.

„Es ist ein Ausflug, keine Klassenfahrt.“

„Du bist trotzdem für über dreißig Kinder verantwortlich. Stell dir vor, du verlierst eins von ihnen.“

„Das ist mir nur einmal passiert und es war in meiner ersten Woche“, empörte sich Sophie. „Und es ist ja nicht so, dass ich ihn nicht wiedergefunden hätte. So ein Knirps ist eben sehr leicht zu übersehen.“

„Dieser Knirps war fünfzehn und zwei Köpfe größer als du.“ Eva lachte.

„Er mag mich in der Körpergröße überragen, aber sein Ego wird nie so groß sein wie meines“, stellte Sophie trocken fest. Sie nahm den Trinkhalm aus dem Glas und trank den Cocktail in einem Zug aus. „Aber du hast schon recht. Ich sollte langsam gehen. Seit ich unterrichte, hat meine Leber wesentlich mehr zu tun als zu Unizeiten. Und das soll was heißen.“

„Das soll heißen, bitte werde niemals schwanger. Aus dem Alkoholsumpf des Mutterglücks würde dich nämlich niemand herausholen können.“

„Ja, lach du nur.“ Sophie stand auf und zog ihre Jacke an. „Wir sprechen uns nochmal, wenn du in Umstandskleidung fröhlich an deinem alkoholfreien Bier nuckelst. Dann kommt der Moment, an dem ich dich daran erinnern werde, wie grausam diese kleinen Monster sein können und wie undankbar sie sind.“ Sie holte dann eine kleine Karte hervor und streckte sie Eva entgegen. „Bevor ich es vergesse; hier ist die Visitenkarte vom Immobilienheini, von dem ich dir erzählt habe. Die brauchen eigentlich immer Leute fürs Büro. Was unter anderem daran liegt, dass da gefühlt täglich jemand gefeuert wird.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Aber für die Zwischenzeit wird es wohl ausreichen.“

„Danke für die aufmunternden Worte.“ Eva nahm die Karte und umarmte Sophie zum Abschied. „Melde dich, falls du nach dem Ausflug einen Kübel Wodka brauchst.“

Sophie lachte.

„Falls? Wenn!“

Eva leerte ihre Flasche und lehnte sich im Sessel zurück. Sie hätte auch schon auf dem Heimweg sein können, wäre es notwendig gewesen, früh aufzustehen. Da sie nun allerdings arbeitslos war, sah sie vorerst keinen Grund, sich um fünf Uhr morgens aus dem Bett zu schälen.

Sie sah auf ihre Armbanduhr und fand stattdessen nur einen weißen Verband am Handgelenk. Richtig. Der Unfall. Es hätte auch wesentlich schlimmer ausgehen können, wäre sie in dem Moment, als das Auto um die Ecke kam, nicht ihrem viel zu leichten seidenen Schal hinterhergerannt. Welchen Sinn hatte dieser Stoff, wenn er nicht einmal bei einer leichten Windböe am Hals hängen blieb? Nun, in ihrem Fall war der Sinn, dass er ihr wahrscheinlich mehrere gebrochene Knochen und mindestens eine Gehirnerschütterung erspart hatte. Aber das war nicht der Punkt. Dieser verdammte Kerl hatte mit dem Seitenspiegel ihre Hand erwischt und die Tasche in die Luft geschleudert. Und er hatte noch nicht einmal angehalten. Ihr teurer Lieblingspuder verschönerte nun die Oberfläche des Zebrastreifens, der zerbrochene Schminkspiegel würde ihr sieben weitere Jahre Unglück bringen und ihr Handy war komplett hinüber, nachdem es über die Straße geschlittert und von einem anderen Auto präzise mit dem linken Vorder- und Hinterreifen überfahren worden war. Es hätte nun in der neusten Apple-Werbung als das dünnste Gerät auf dem Markt beworben werden können.

„Verdammt“, fluchte sie leise, als sie wieder die Visitenkarte betrachtete, und rieb sich die Stirn. Sie brauchte dringend ein Telefon, wenn sie diesen Job haben wollte. Ihre Rückrufdeadline war morgen früh um acht Uhr, aber kein Laden in der Stadt öffnete so früh seine Türen. Zudem hatte sie gar kein Geld für ein neues Handy.

Aber zum Trinken hast du genug Geld, dachte sie und schüttelte den Kopf. Seufzend stand sie auf und zupfte die mittlerweile zerknitterte Kleidung zurecht. In Gedanken versprach sie sich selbst, nie wieder in diesem Aufzug in eine Bar zu gehen. Oder überhaupt in eine Bar zu gehen, solange nicht jemand anderes die Rechnung zahlte. Den Oversize-Blazer über die Schultern geworfen, griff sie ihre malträtierte Tasche und stolzierte zum Ausgang, als wäre nie etwas gewesen. Solange sie sich nicht von dieser kleinen Pechsträhne beeinflussen ließ, würde sie auch nicht nach außen hin zeigen, dass etwas nicht in Ordnung war. Alles war gut. Alles würde gut werden. Alles hatte gefälligst gut zu werden.

Trotz der lauten Musik hörte sie plötzlich, wie es hinter ihr geräuschvoll klirrte, schepperte und Kleinteile über den Boden rollten, bis sie gegen etwas prallten und zum Stillstand kamen. Als sie sich umdrehte, war ihre „Alles in Ordnung“-Einstellung mit einem Schlag verschwunden und die Müdigkeit zeigte sich langsam in ihrem Gesicht, während sie den Inhalt ihrer Tasche auf dem Boden betrachtete und leise seufzte. Dieser verdammte Spiegel.

Niemanden schien es zu stören, dass auf den Holzdielen eine junge Frau kniete und Geld, Schlüssel, Tampons, Schuhe und diverse zerbrochene Teile in einer löcherigen Tasche sammelte. Es stand auch niemand auf, um ihr zu helfen. Eva fischte ihre Sachen zwischen den Füßen der Leute hervor, ohne dass diese auch nur etwas Platz machten. Nein, die Schicksalsgöttinnen waren definitiv nicht auf ihrer Seite. Sie machten sich einen Spaß daraus, einen schwarzen Faden nach dem anderen in ihren Pfad zu weben und wenn sie keine schwarzen Fäden mehr hätten, würden sie den Pfad einfach durchschneiden.

Als sie alles beisammen zu haben schien, drückte sie ihre Tasche an die Brust, damit auch ja nichts herausfallen konnte, und verließ schnellstens das Lokal. Je weiter weg Eva von der Bar lief, umso langsamer wurden ihre Schritte. Der anfängliche Trab war nun einem gemächlichen Gang gewichen, bis sie schließlich stehen blieb. Sie starrte nach vorne, sah allerdings weder die von den Laternen spärlich beleuchtete Straße noch das kichernde Pärchen, das an ihr vorbeiging. Die vorbeifahrenden Autos nahm sie nur als verschwommene Lichtstriche wahr, während ihre Brust langsam schmerzte, weil sie die Tasche und deren Inhalt voller Kraft an sich drückte. Durch ihren Körper drang ein leichtes Zittern und im Kiefer traten die Muskeln hervor, als sie die Zähne fest aufeinander presste, um die aufkommenden Tränen im Zaum zu halten. Als nichts davon half, ließ sie sich auf den Boden sinken und vergrub das Gesicht im Leder.

„Alles in Ordnung?“, hörte sie mit einem Mal hinter sich. Der Schreck stoppte die Tränen sofort und goss ihr einen vollen Eimer eiskalter Realität über den Kopf. Sie saß heulend mitten auf dem Gehweg der Innenstadt und zerstörte neben der teuren Kleidung auch noch das letzte Bisschen Würde, das ihr geblieben war.

Sie sprang wieder auf und wischte sich die schwarzen Tränen von den Wangen. Schniefend drehte sie sich um und setzte ihr professionelles Lächeln auf.

„Alles in Ordnung, danke der Nachfrage“, säuselte sie schließlich und wühlte in ihrer Tasche nach den Taschentüchern, die sie zuvor noch vom Boden sammeln musste.

„Sieht mir aber nicht so aus“, sagte der Mann und trat näher, um ihr ein Taschentuch vor die Nase zu halten. Eva griff danach und wischte hektisch unter den Augen und an den Wangen entlang.

„Doch, doch“, log sie. „Ich habe nur vorhin meine Lieblingsschuhe ruiniert.“ Sie holte einen ihrer High Heels hervor, an dem der Absatz nur noch durch eine dünne Lage Kunststoff gehalten wurde. Tatsächlich war der Schuh beim Unfall in einem Gully gelandet und brach schließlich, als sie ihn wieder herausziehen wollte. Sie schnaubte laut und undamenhaft in das Taschentuch. „Aber wie gesagt, danke der Nachfrage und für das Taschentuch.“ Sie zeigte die Rotzfahne vor und drehte sich auf den Haken um.

Eine Hand landete auf ihrer Schulter und hielt sie fest. Na toll. Das letzte, was sie jetzt brauchte, war ein aufdringlicher Kerl, der die Möglichkeit gerochen hatte, eine verwundbare Frau anzubaggern. Eva seufzte und merkte, wie sich die Verzweiflung in Wut wandelte. Sehr gut. Alles war besser, als sich schwach zu fühlen.

„Hör mal“, begann sie.

„Sie haben das hier in der Bar fallen gelassen“, unterbrach er sie.

Eva starrte auf die Visitenkarte, die sie vor einer halben Stunde von Sophie bekommen hatte und nun erneut von einem Fremden hingehalten bekam.

„Oh mein Gott! Vielen Dank!“ Sie riss ihm das Stück Papier aus der Hand und vergaß, dass sie sich zuvor noch mental darauf eingestellt hatte, ihm in den Schritt zu treten. „Ohne dieses kleine Ding wäre ich total aufgeschmissen“, flüsterte sie und drückte einen Kuss auf die Visitenkarte, wohl wissend, dass sie auf dem Boden einer Bar gelegen hatte. Ein paar Bakterien waren gerade Evas kleinste Sorge.

„Wenn Sie den Kerl so mögen, sollten Sie besser auf die Karte aufpassen oder die Nummer gleich im Handy einspeichern.“ Der Ton in seiner Stimme ließ Eva innehalten und sie blickte das erste Mal richtig in sein Gesicht. Obwohl es dunkel war, strahlten seine Augen Gelächter aus und es war klar, dass Eva der Grund dafür sein musste.

„Vielen Dank für den Tipp, Klugscheißer“, erwiderte sie kühl und öffnete ihre Tasche. „Sehen Sie das hier? Diese Scherben und Plastikteile? Oh, da liegt noch der Akku. Das ist mein Handy. Und das…“ Sie hob die Karte in die Luft. „Ist meine Chance auf einen neuen Job. Wie Sie sehen, gibt es hier nichts, worüber ich lachen könnte. Schönen Abend noch und danke.“ Wieder drehte sie sich um und stampfte graziös davon.

„Dann kommen Sie morgen um neun in meinem Büro vorbei und wir besprechen die Einzelheiten. Da Sie ja kein Handy haben, wird es für Sie wohl schwierig sein, bis acht Uhr anzurufen, Frau Rai.“

Eva blieb abrupt stehen und ihr Herz tat es auch.

„Wie bitte?“ Sie drehte sich in Zeitlupe um und fand ein breites Grinsen auf seinem Gesicht.

„Der Immobilienhai“, verwies er auf die Inschrift der Visitenkarte, die Sophia freundlicherweise auf die Rückseite geschrieben hatte. „Das bin ich.“ Eva spürte, wie jegliches Blut aus ihrem Gesicht wich. „Und keine Sorge, den Klugscheißer haben Sie durch den Kuss wiedergutgemacht.“

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Die dritte Folge von Das Siegel folgt morgen Abend um 18.00 Uhr. Ab der vierten Folge geht es am Donnerstag um 19.00 Uhr wieder normal weiter.

Wer die erste Folge verpasst hat, kann sie hier nachlesen!

Eure nogusvelo

Pflanzenblut – YIKES oder YAY?

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Das könnte glatt ein schlechter Scherz von der Anti-vegan-Fraktion sein. Rein nach dem Motto “Hey, Pflanzen haben nicht nur Gefühle, sondern bluten auch so wie Tiere!”… Oder so ähnlich.

Jedenfalls geht schon seit Tagen die Meldung um die Welt, dass es eine Möglichkeit gibt, pflanzliches Burger”fleisch” dem echten Fleisch nicht nur von der Optik und Konsistenz her ähnlich zu machen, sondern auch vom Geschmack. Wie das bitte schön geht? Mit Pflanzenblut natürlich. Was das ist und inwiefern es dem tierischen Blut ähnelt, lässt sich vom Otto Normalverbraucher zurzeit nur vermuten, schließlich assoziiert man normalerweise Blut nicht mit Pflanzen (Rote Beete vielleicht mal ausgenommen). Aber das Prinzip, nach dem zurzeit das Unternehmen Impossible Foods arbeitet, ist eigentlich recht clever. Man extrahiert den Hauptbestandteil des tierischen Blutes, der dem tierischen Fleisch seinen Geschmack verleiht, aus Pflanzen. Denn was viele nicht wissen, ist, dass Pflanzen an sich die gleichen Stoffe beinhalten wie Fleisch, Milch oder Eier – also alle rein tierischen Produkte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es auch geht, pflanzliches Blut herzustellen, das wirklich nach Blut schmeckt.

Diese Nachricht gibt wahrscheinlich dem einen oder anderen einen Grund zur Freude oder auch zum Erbrechen. Denn nicht jeder ist Freund vom Fleischgeschmack oder der Vorstellung, ein pflanzliches Burgerpatty nicht vom tierischen unterscheiden zu können. Fakt ist allerdings, dass diese Methode die beliebte Ausrede, man könne nicht auf den Geschmack des Fleisches verzichten, so ziemlich zunichte machen dürfte, wenn dieses “Fleisch” tatsächlich auf den Markt kommen sollte und auch noch bezahlbar wäre. Letzteres wird recht optimistisch für nächstes Jahr prophezeiht. Ob das aber den überzeugten Fleischesser dazu bringt, auf das Steak zu verzichten, das nur Tage zuvor noch laut Muh machen konnte, und auf die pflanzliche und dennoch blutige Variante umzusteigen, steht auf einem anderen Blatt. Dennoch ist es ein guter Schritt nach vorne und zeigt, dass auch die Forschung daran feilt, den übermäßigen Fleischkonsum und damit die Produktion weltweit – oder eher in der “westlichen Welt” – zu verringern. Vielleicht sollte jemand entsprechende Regierungen, die noch immer den Bau von neuen Produktionsstätten und Ställen subventionieren, darauf aufmerksam machen, dass sie der Welt damit keinen Gefallen tun. Den eigenen Gaumen zu befriedigen geht auch anders.

Unter folgendem Link gibt es zu diesem Thema ein Video des Wall Street Journal: Meet the Fake Burger that “Bleeds”.

Eure nogusvelo

NEO – LED Lenser für jedermann.

LED Lenser hat zum Produkttest geladen und in meinem Geschenkkorb fand sich die neue Stirnlampe namens NEO. Was den einen an die Matrix erinnert, wird der andere mit grell leuchtenden Farben assoziieren. Ja, Matrix-Fans, ich muss euch enttäuschen, hier spielen Neonfarben die Hauptrolle.

Ich muss von vorn herein zugeben, dass ich von dem kleinen Teil positiv überrascht war, aber fangen wir von vorn an…

Die Verpackung:

Man merkt auf Anhieb, dass LED Lenser hier ein stylisches Produkt für den modernen Menschen von heute hergestellt hat. Die Verpackung strotzt nur so vor Energie und vermittelt mit den darauf abgebildeten Bildern Jugendlichkeit und Bewegungsdrang. Ich hatte nach dem Auspacken das seltsame Gefühl, joggen zu wollen oder nonstop über meine Möbel zu springen, obwohl ich nicht einmal das Produkt selbst in der Hand hatte. Und ich hasse joggen. Das hat allein die Verpackung in mir ausgelöst. Well played, LED Lenser.

Insgesamt wirkt die Aufmachung sehr modern. Ich hatte mir die Lampe in blau ausgesucht, daher ist auch die Verpackung in derselben Farbe gehalten. Es gibt die NEO insgesamt in fünf Farben, was sie noch attraktiver macht, weil für jeden etwas dabei ist (außer die Lieblingsfarbe ist schwarz).

Der Style:

NEO_front NEO_back

Auch nach dem Öffnen der Verpackung wurde ich nicht enttäuscht, denn die NEO ist tatsächlich ein kleines Schmuckstück, das selbst der modebewussten Frau von Welt gefallen würde. Das Gehäuse der Lampe ist weiß gehalten, nur der Knopf zum An- und Ausschalten ist in der gewünschten Farbe – in meinem Fall blau. Das Gehäuse ist auf der inneren Seite zusätzlich gepolstert und liegt angenehm auf der Stirn. Das Blau zieht sich auffällig durch das Design, wirkt aber auch nicht überladen. Insgesamt also eine gut ausgewogene Komposition.

NEO Lifestyle 1 NEO Lifestyle 2

Bedienbarkeit und technische Daten:

Selbst wenn die Lampe auf dem Kopf sitzt, kann man den Knopf mit den Fingern gut erfühlen und mit Leichtigkeit bedienen. Während man gerade außer Puste seine Strecke läuft oder den Parcours von links nach rechts durchforstet und die Sonne am Horizont verschwindet, braucht es auch nicht viel Kraft, um wieder Licht ins Dunkel zu bringen. Zudem kann der Gummibund sehr einfach auf den gewünschten Umfang reduziert oder erweitert werden. Mit nur 54 Gramm (ohne Batterien) ist die NEO ein richtiges Federgewicht. Mein Sprungtest hat auch ergeben, dass sie selbst bei stärkerer Belastung weiterhin fest auf dem Kopf sitzt und nicht verrutscht.

Die NEO hat mit ihrer high end power LED zwei verschiedene Lichtstärken:

90 Lumen bei voller Leistung – mit zehn Metern Leuchtweite und
20 Lumen bei schwächerer Leistung – für den Lesespaß bei Nacht

Diese kann man je nach Umgebungslicht einstellen. Ein Plus ist der Blinkeffekt. Diesen kann man nutzen, wenn man beispielsweise auch im Hellen auf Nummer sicher gehen will, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht übersehen zu werden.

Zusätzlich ist hinten ein kleines rotes Licht, das beim Einschalten der Frontlampe in der zweiten Stufe mit anspringt. Es blinkt immer, auch wenn die Lampe vorn durchgängig leuchtet. Ein weiteres Plus für eure Sicherheit.

So werden die einzelnen Effekte eingestellt:

1x drücken = Power (90 lm) ohne Rücklicht
2x drücken = Power (90 lm) mit blinkendem Rücklicht
3x drücken = LowPower (20 lm) mit blinkendem Rücklicht
4x drücken = LowPower blinkend (20 lm) mit blinkendem Rücklicht
5x drücken = aus

Durch diese Modi kann man sich durchdrücken, solange die Lampe keine zwei Sekunden angeschaltet ist. Danach schaltet man mit einem weiteren Drücken des Knopfes die NEO aus.

Angetrieben wird die NEO durch drei AAA Batterien (1,5V), die im Lieferumfang enthalten sind. Diese werden in das hintere Fach eingefügt. Letzteres lässt sich ganz einfach öffnen. Da der farbige Teil aus Gummi besteht, ist es ein Kinderspiel, die Batterien auszutauschen.

Die NEO bei Nacht:

Es mag sein, dass die NEO bisher die stylischste Stirnlampe ist, die mir bisher begegnet ist, aber sobald es dunkel wird, sieht den optischen Vorteil auch kein Mensch. Wie macht sie sich also beim eigentlichen Tragen – bei Nacht?

Ich war zunächst skeptisch, weil sich an dieser Lampe nichts verstellen lässt. Damit meine ich den Lichtstrahl. Dieser kann weder in der Höhe verstellt werden, noch ist es möglich den Strahl zu verengen, also zu “zoomen”. Doch sobald man die Lampe auf dem Kopf hat, erledigt sich dieses Denken von fehlenden Features, denn der 16:9 wide beam Strahl ist komplett auf das Sichtfeld ausgerichtet. Selbst in im Augenwinkel erkennt man seine Umgebung und nach unten hin ist es genauso ausreichend, dass man nicht Gefahr läuft in ein dunkles Loch zu fallen.

Die NEO ist allerdings nicht für die Nutzung bei vollkommener Dunkelheit geeignet. Ihre Lichtstärke würde z.B. bei einer Nachtwanderung im Wald nicht ausreichen. Dafür gibt es definitiv bessere Lampen, unter anderem auch von LED Lenser im Angebot. Für eine Stadttour oder einen leicht beleuchteten Park ist die NEO hingegen vollkommen ausreichend, solange sie nur den nicht so stark ausgeleuchteten Weg erleuchten muss.

NEO_wide_beam NEO_Leuchtweite

Das Preis-Leistungsverhältnis:

Mit 29,90 Euro ist die NEO ein Schnäppchen, wenn man sie mit anderen Produkten des Herstellers vergleicht. Aber sie ist genauso wesentlich schwächer in ihrer Lichtleistung und bietet weniger Features als beispielsweise die H-Serie von LED Lenser, bei welcher  zum Teil zusätzlich Zoom und Höhenverstellung möglich sind. Doch die NEO ist im Gegenteil zur H-Serie nicht für den professionellen Gebrauch gedacht, sondern – wie zuvor bereits angedeutet – für Freizeit und Alltag. Daher ist der Preis für diese Lampe von hohem Design und geringem Gewicht vollkommen gerechtfertigt.

Das Fazit:

LED Lenser hat mit der NEO ein stilsicheres Produkt erschaffen, das preislich erschwinglich ist und ideal für den alltäglichen Gebrauch, das Handwerken oder für diverse sportliche Aktivitäten bei nicht kompletter Dunkelheit geeignet ist. Wer allerdings nachts mehr machen möchte, als nur im Park spazieren zu gehen oder zu joggen, sollte auf leuchtstärkere Alternativen umsteigen.

Die NEO und auch andere Produkte von LED Lenser findet ihr im hauseigenen Online-Shop.

Eure nogusvelo

Edit: Die Bilder von der Verpackung folgen noch, da ich aus technischen Gründen gerade nicht an diese komme.

[Blogroman] Das Siegel #1.

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Wieder einmal stand Eva vor verschlossener Tür. Hielt sich denn niemand in dieser Kanzlei an die angegebenen Geschäftszeiten? Wie oft war sie schon telefonisch vertröstet worden, ohne dass sie einen neuen Termin bekam. Es war schon seltsam. Wenn sie beim Steuerberatungsbüro anrief, war stets jemand vor Ort, um das Telefon zu beantworten. Doch sobald sie sich entschied, persönlich vorbeizukommen, war die braune Tür nur mit einem SWAT-Kommando zu durchdringen. Wahrscheinlich war es die Art der Kanzlei, ihr mitzuteilen, dass sie die Stelle nicht hatte. Aber es hätte auch daran liegen können, dass Maiks bester Freund die Kanzlei leitete. Was konnte Eva auch dafür, dass sie sich getrennt haben, kurz nachdem sie sich dort beworben hatte? Schon seit Wochen hatte es sich angebahnt und eigentlich wusste jeder in ihrem Freundeskreis, dass es bald zu Ende ging mit dem ach so perfekten Paar.

Eva setzte sich seufzend auf die Treppe vor der Tür und holte ihr Handy heraus. Keine Nachrichten oder Anrufe. Auf dem Display wurde sie von Maik angelächelt. Sie selbst hatte sich an ihn gedrückt und grinste ein Lächeln bis nach Mexiko. Das Foto war letztes Jahr auf einer Party nach einigen Drinks entstanden und sie hatte noch nicht den Mut sammeln können, es gegen einen anderen Desktophintergrund zu tauschen. Sie sahen sehr betrunken aus, aber auch sehr glücklich.

Zu Beginn und auch zum Schluss des Märchens Eva und Maik war allerdings nichts perfekt an den beiden. Sie hatten sich an der Uni kennengelernt und es funkte bei Eva sofort, während Maik sich Zeit ließ, andere Frauen in seiner Umgebung auszukundschaften. Er war der Typ Mensch, der sich gerne alle Möglichkeiten offen hielt. Eva war damals nicht einmal sein Typ gewesen. Seinem Typ entsprachen Frauen, die das laut aussprachen, was sie dachten. Sie hatten keine Scheu, ihre Meinung kundzutun und ließen sich nicht manipulieren. Selbstbewusstsein war allerdings genau das, was Eva fehlte. Diese Frauen waren auch allesamt hübscher als sie, schlanker als sie und kleideten sich besser als sie. Vielleicht war es gar nicht das Selbstbewusstsein, das Maik an ihnen letztlich so anziehend fand, sondern ihr schönes Erscheinungsbild.

Doch sie gab nicht auf und mogelte sich während der ersten Semester in seinen Freundeskreis. Sie begann mit dem schwächsten Glied in der Kette und freundete sich mit dem Nerd der Gruppe an, den alle für selbstverständlich hielten. Und er war Maiks Bruder. Dieser freute sich natürlich über jede Art der individuellen Aufmerksamkeit. Nach und nach tastete sich Eva an die anderen Mitglieder der Clique heran und schaute sich das Auftreten der Frauen ab, die Maik umgaben. Sie änderte ihre Garderobe, begann Makeup zu tragen und lauter zu sprechen. Die kurzen Haare ließ sie länger wachsen und färbte die Locken goldblond. Von dem unscheinbaren Mädchen war nach den ersten drei Jahren nichts mehr zu erkennen. Während ihrer Transformation zog sie immer mehr die Aufmerksamkeit anderer männlicher Cliquenmitglieder auf sich und früher oder später begann auch Maik sie zu sehen. Sie war zu einer Frau geworden, die plötzlich begehrt wurde und sie genoss es in vollen Zügen.

Als Maik sie das erste Mal fragte, ob sie mal gemeinsam etwas trinken gehen wollten, hatten sie gerade ihren Bachelorabschluss in der Tasche. Doch seine Frage schien die eigentliche Belohnung für eine noch härtere Arbeit gewesen zu sein.

Sie legte das Handy zurück in ihre Tasche und holte stattdessen ein Paar Ballerinas heraus, um diese gegen die Pumps an ihren Füßen zu tauschen. Sie würde heute noch viel laufen müssen und da griff sie gerne auf die billigen aber bequemen Schuhe zurück. Eigentlich hasste sie die gesamte Aufmachung. In den Pumps konnte sie kaum laufen, ohne sich fast zu hundert Prozent darauf konzentrieren zu müssen. Der Bleistiftrock zwang sie, sich wie eine Geisha nur in Trippelschritten fortzubewegen und die Bluse brachte sie zum Schwitzen, durfte aber nur überteuert trockengereinigt werden. Eva hatte all diese Sachen aber nur, weil sie Maik gefielen und sie ihn geliebt hatte.

Nach fünf Jahren Beziehung sahen sie sich allerdings aus beruflichen Gründen kaum noch. Jedenfalls nahm Eva das zunächst an. Nachdem Maik ihr aber beichtete, dass er seine neue Assistentin während der Geschäftsreisen nicht nur aus organisatorischen Gründen mitnahm, war es nur noch eine Frage der Zeit. Obwohl er ihr unter Tränen versprach, dass es vorbei sei und sie die einzige Frau wäre, die er tatsächlich liebte, kam er nur eine Woche später wieder zu ihr, mit den Worten er wäre zu schwach. Sie beschlossen einvernehmlich, die Beziehung für eine Weile auf Eis zu legen, wobei beide wussten, dass es kein Zurück geben würde. Es war endgültig vorbei.

Doch nicht nur, dass Maik Eva mit einem gebrochenen Herzen zurückließ, er ließ sie auch in einer finanziell schwierigen Situation. Der Zulieferer eines Automobilherstellers, bei dem sie nach dem Studium eine Arbeit fand und sich in den letzten Jahren mühsam in die oberen Etagen hochgearbeitet hatte, verlegte alle seine Standorte ins Ausland und ließ seinen Mitarbeitern die Wahl: entweder mitziehen oder arbeitslos zurückbleiben. Eva hatte zu lange gezögert, weshalb sich auch dieses Fenster für sie schloss. Sie war ohne Job, ohne Freund und ohne bezahlbare Wohnung allein in Hamburg.

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Folge #2 gibt es nächste Woche. Gleicher Tag, gleiche Uhrzeit.

Stay tuned!

Eure nogusvelo

[Blogroman] Wheee!

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Ich bin so aufgeregt!

Zwar habe ich es schon vor einer ganzen Weile angekündigt, aber nun ist es endlich soweit! Ich habe die Muße und Muse gefunden, meinen Blogroman zu beginnen! :D

Der Titel steht fest. Drei der Figuren stehen fest. Der Plot steht noch in den Sternen geschrieben. Aber das ist gewollt, denn der Geschichtsverlauf wird sich Woche für Woche herauskristallisieren. Auch für mich. Zudem wollte ich etwas Freiraum behalten, damit auch von euch Vorschläge gebracht werden können.

Soll XY sterben? – Ja. Nein. Vielleicht.

So oder so ähnlich könnte es dann ablaufen, allerdings werde ich nicht auf jeden Vorschlag eingehen, wenn dieser meiner Meinung nach nicht in die Story passt. Ich bin für Ideen offen, aber es ist dennoch mein Projekt. ;)

Aaaaber wir denken noch nicht an Mord und Totschlag, sondern warten auf den Sturm nach einer alles einnehmenden Ruhe.

Die einzelnen Kapitel werden immer Donnerstags um 19.00 Uhr frisch aus der Schreibstube hier auf dem Blog serviert. Das heißt, das allererste wird heute Abend veröffentlicht! Aufregung!

In dem Sinne … Stay tuned!

Eure nogusvelo

Köpfchen in die Heide…

... Hintern in die Höh.

Das hier ist ein kurzer Edit zum Post Back in Black. Wait… No, that’s pink. Darin hatte ich erwähnt, dass ich vor einiger Zeit zum ersten Mal mit einem Makroobjektiv hantiert habe. Das heißt aber auch, dass es eine neue Erfahrung war, sich körperlich so sehr ins Zeug zu legen. Für die kleinsten Dinge.

Ich bin es gewohnt, mich für ein gutes Motiv auf den Boden zu setzen oder legen, einen halben Spagat zu machen oder mich sehr nah am Abgrund zu bewegen, doch das passiert meist auf etwas größerer Fläche, sodass ich mich ordentlich ausbreiten kann, ohne darauf achten zu müssen, dass irgendetwas in meiner unmittelbaren Umgebung zu Bruch geht (auch wenn dieses irgendetwas manchmal auch ich selbst sein kann). Oder dass ich jemandem ein Bein stelle (auch schon passiert…).

Allerdings ist es etwas anderes, mit einem Makro in der Natur zu arbeiten. Vor allem, wenn es ein Naturschutzgebiet ist. Die schönen Dinge sind selbstverständlich außerhalb der Wege und hinter Absperrungen, also ist man gezwungen, verbotenerweise drüber zu klettern oder drunter zu steigen. Während man aber sich zwischen diesen geschützten Pflanzen bewegt, möchte man so wenig Schaden anrichten, wie nur möglich, also bedarf es diversen Verrenkungen auf kleinstem Raum. Zudem muss man den Stand (auf allen Vieren) sichern, damit das Foto nicht verwackelt und/oder man wie ein Käfer auf dem Rücken landet.

Heute möchte ich einige Impressionen mit euch teilen, wie dieses Kauern in der Regel aussieht oder wie man es fotografisch anschaulich darstellen kann. ;)

Eure nogusvelo

Edit: Ich bin froh, dass mich niemand dabei fotografiert hat. Und falls doch, bin ich dankbar, dass diese Bilder noch nicht publik gemacht worden sind. :D

Heide14_1_wm

Heidehintern2klein

Heidehintern1klein

Die Bilder wurden mit dem Einverständnis der Hinterneigentümer veröffentlicht.
Vielen Dank an Olaf, dass ich seine Bilder (die letzten beiden) verwenden darf. :)

verbildLICHT.

I’d like to show you what the exhibition of our light art in the Maximilianpark Hamm looks like.

The opening took place about three weeks ago and we made a video of the work that had been done the day before. We hung the pictures up all by ourselves. The time lapse may seem as it was easy but believe me, there was a lot of walking and running around. And don’t forget the pressure! ;)

But the output is definitely worth it.

The exhibition can now be visited until November 2nd. You can find it in the huge glass elephant, which is btw the largest glass elephant in the world.

But for now, enjoy the video!

By clicking on the picture you’ll get to the video.

Screenshot_verbildLICHTYours nogusvelo